Kardzhali
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Naturphänomene, Höhlen

Die steinernen Pilze befinden sich östlich vom Dorf Beli Plast, in der Region Kardzhali und umfassen eine Fläche von 3 ha. Sie haben die Form natürlicher Pilze mit rosafarbenem Stiel und grünlicher Huthaut und erreichen eine Stielgröße und Hutbreite bis 2,5 m. Die rosa Farbe ist auf das Mineral Klynoptylolyt zurückzuführen, und die grauen und schwarzen Flecken auf den Stielen auf die Manganpigmente. Das Mineral Seladonit ergibt die grünliche Farbe der Hüte. Die Gesteine, aus denen sich die steinernen Pilze geformt haben, sind in der Periode des Paläogens infolge intensiver Vulkantätigkeit unter dem Wasser entstanden. Nach dem Rückzug des Meeres und der danach folgenden Hebung des Meeresgrundes wurden sie einer ständigen Erosion ausgesetzt. Die untere rosa Schicht war weicher und wurde durch Sonnenstrahlung, Wind und Regen leichter zerstört. Die grünliche Oberschicht enthält festere Mineralien, vor allem Vulkanglas, das langsamer verwittert. Jahrtausendelang formte sich diese herrliche Komposition von einzigartigen Formen und Farben.

Die steinerne Hochzeit befindet sich beim Dorf Zimzelen, etwa 3 km östlich von Kardzhali. Das sind Felsbildungen, die Menschen, Pferden und Vögeln ähneln, Säulen, die Millionen Jahre von Sonnenstrahlung und Wind aus eozänen vulkanischen Gesteinen geformt wurden. Die in den Felsen vorhandenen Metalloxyde färben sie rosa, rot und braun. Die Legende erzählt, das sei ein Hochzeitszug, der von der Natur versteinert worden sei, die sich über die sündhafte Absicht des Schwiegervaters gegenüber seiner Schwiegertochter empört habe. Die Bildung dieser Naturformation begann vor 40 Millionen Jahren, als die Ostrhodopen der Grund eines warmen, flachen Meeres waren, das durch die ununterbrochene Vulkantätigkeit erbebte. Aus der abgesetzten vulkanischen Asche und den Felsbrocken formten sich schöne Felsen - die Rhyolith-Gesteine. Nach dem Rückzug des Meeres hoben sie sich infolge der senkrechten Bewegungen der Erdkruste und wurden den Natureinwirkungen ausgesetzt. So entstand dieses prachtvolle Naturphänomen, das 1974 zum Naturschutzobjekt erklärt wurde.

Der Kurort Belite Brezi ist einer der schönsten Orte in der Region Ardino. Er ist 30 km von Karzhali und 6 km von Ardino entfernt. Dort kommt die weiße Birke in ihrer natürlichen Umgebung vor. Diese Birkengewächse sind bulgarienweit eine Seltenheit. Der Wald stellt ein Mosaikbild von Birken, Buchen und Kiefern dar. Die Mischung dieser Baumarten macht die Luft sauberer – die von der Birke ausgestrahlten Phytonzide machen sie keimfrei, die Kiefer gibt das Aroma ab, und die Buche reichert sie mit Sauerstoff an. Der Touristikkomplex, dessen Luft Lungen- und Allergieerkrankungen heilt, wurde zum Kurort von lokaler Bedeutung erklärt.
Der Kurort Belite Brezi umfasst eine Fläche von 400 ha, auf der vor allem Birken gedeihen, es kommen aber auch Buchen, Waldkiefer, Schwarzkiefer und Fichten vor.

Der versteinerte Wald befindet sich in einem tiefen Tal der Dorfgemarkung Raven in der Region Momchilgrad. Die “Bäume” erstrecken sich auf einer Länge von 120 m. Sie stellen ca. 20 wie von Feuer versengte Baumstümpfe mit einer Höhe von 1-1,5 m und einer Dicke von 0,4 – 0,6 m dar. Im Querschnitt unterscheidet man ganz deutlich die Jahresringe. Man vermutet, dass der versteinerte Wald aus dem Erdzeitalter Tertiär stammt, d.h. dass er etwa 30 Millionen Jahre alt ist und infolge der Vulkantätigkeit unter dem Wasser und der Witterungserscheinungen entstanden ist.

Es gibt zwei Meinungen über seine Entstehung. Nach der ersten hat er keinen biologischen Ursprung und ist aus Sedimentfelsen entstanden, die sich aus feinem Sand, dicht mit alten Felsbrocken gepresst, gebildet haben. Die zweite Meinung vertritt die These, dass es ein Wald war, der an der Küste eines alten tertiären Meeres oder in der Nähe einer Insel gelegen hat. Mit dem Beginn einer intensiven Vulkantätigkeit wurde er teilweise verschüttet und von der heißen Gesteinschmelze verbrannt. Ein Teil der Bäume ist unter diesem riesigen Vulkanmaterial erhalten geblieben. Die hohe Temperatur verkohlte ganze Bäume oder Teile davon. Bei einigen ist das Baumgerüst erhalten geblieben. In den späteren Etappen der Vulkantätigkeit floss Wasser hindurch, das Feuerstoffe mitschleppte und die Hohlräume ausfüllte. So sind versteinerte Bäume entstanden.

Das Einzigartige an dem Ravener Wald ist, dass die Bäume gerade stehen. Bis heute hat niemand einen solchen Fall beschrieben. Der versteinerte Wald wurde seit dem 09.02.1970 zum Naturschutzobjekt erklärt. Da waren die Baumstümpfe höher. Leider wirken dieselben Witterungskräfte weiter, die damals den versteinerten Wald geschaffen haben, und zerstören ihn. Wenn keine Maßnahmen zu seiner Rettung getroffen werden, werden die Bäume völlig verschwinden.

Die steinernen Pilze
Die steinernen Pilze
Die steinernen Pilze
Die steinerne Hochzeit
Die steinerne Hochzeit
Der versteinerte Wald
Der versteinerte Wald
Dazhdovnica

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